Mama, Kind und Lifestyle

10.Woche – Altes und Neues

10.Woche – Altes und Neues

 

Die 10. Woche verlief relativ anstrengend. Ich musste im Job vermehrt einspringen und kam eigentlich kaum dazu über meine Schwangerschaft nach zu denken.

 Doch ich ertappte mich immer wieder dabei, wie ich heimlich die Hand auf meinen Bauch legte um Kontakt herzustellen. 
Ganz nach dem Motto:“ Böhnchen, ich bin hier!“ 
 
Viele Frauen und auch einige Männer finden es albern, wenn man in der frühen Schwangerschaft so offensichtlich den Bauch hält. Ich selber fand es immer lustig, weil da ja einfach noch nichts zu sehen oder halten ist. Aber sobald man tatsächlich schwanger ist, macht man das irgendwie automatisch. 
Man will Kontakt haben, streicheln und lieb haben. Oft habe ich meine Hand auch zum Schutz auf meinen Bauch gelegt. 
Jemand der nie schwanger war, wird dieses automatische Handeln vermutlich nicht verstehen. Ich selber habe es ja vorher auch nicht verstanden. 
Außerdem achtete ich besonders auf meine Umgebung. Von Rauchern hielt ich mich ferner denn je. Über Straßen ging ich nur noch mit doppelter und dreifacher Prüfung, ob auch ja kein Auto kommt. 
Der Beschützerinstikt hatte voll eingesetzt. 
Auch mein Mann sorgte dafür, dass ich nicht schweres mehr heben musste. Er nahm mir fast schon zu viel ab, dass ich protestieren musste. 
Ich war schwanger und nicht krank. Eine Prinzessin auf der Erbse wollte ich nun auch nicht sein. 
Allerdings blieb in dieser Zeit so viel im Haushalt liegen, dass ich das Gefühl hatte mein Leben gerät aus den Fugen. 
Die Wäsche war nicht gewaschen, das Geschirr stapelte sich, der Müll musste umbedingt rausgebracht werden und putzen war mehr als überfällig. 
Da ich normalerweise ein absoluter Ordnungsfanatiker bin, war das für mich eine Apokalypse. Aber ich schaffte es einfach nicht mehr mit dem Job und der Müdigkeit den Haushalt zu machen. Wie schwangere Frauen mit einem Vollzeitjob das rocken möchte ich wirklich gerne wissen. (Respekt an euch Ladies!)
Ich sah das Ganze als vermutliche Vorstufe zum üben, wenn das Baby da ist. Da werde ich vermutlich auch nicht immer alles schaffen. Und dann bleibt eben mal was liegen. 
Für jemanden wie mich, ist das sehr gewöhnungsbedürftig. Ich hasse Chaos. Aber da muss man sich wohl einfach ein dickes Fell anschaffen. 
Schon eine Woche später, konnte ich halbwegs wieder Herrin über das Chaos werden. Außerdem hatte der Nestbau soweit eingesetzt, dass ich am liebsten alles ausmisten wollte. 
 
Alte Sachen flogen aus dem Kleiderschrank, unnützes Zeug musste weichen. Es musste Platz für’s Baby her! 
 
Es ist ein wenig unglaublich, wie gerne man sich auf einmal von geliebten Sachen trennt, sobald ein Baby unterwegs ist. All das zählte zum „alten Leben“ doch jetzt brach eine neue Ära an. Also weg mit dem alten Müll! 🙂 
Zur gleichen Zeit stellte ich fest, dass die meisten meiner Hosen nicht mehr passten. Der Knopf ging nicht mehr zu und sie saßen auch einfach absolut unbequem. Natürlich war von einem Bauch noch nicht viel zu sehen. Aber die Gebärmutter war doch schon so groß, das die Hosen genau da rein drückten. Mit einem Gummiband konnte ich das noch überbrücken und für Schwangerschaftshosen war es eh noch viel zu früh. 
Also musste ich eine Alternative finden. 
Es war Sommer, also her mit den Kleidern, Leggins und Strumpfhosen! Alles was meinen kleinen Bauchansatz verdeckte war herzlich willkommen. Ich bestellte im Sale ein paar Kleidungsstücke extra eine Nummer größer und damit kam ich bisher sehr gut zurecht. Zuviel wollte ich auch nicht kaufen, da ich diese Kleidungsstücke nach der Schwangerschaft vermutlich nicht mehr tragen würde. 
Ich wechselte also von Größe 36/38 vorläufig auf 40/42. 
 
Und wenn ich mal die Wahrheit sagen darf – Man weiß eine Leggins erst richtig zu schätzen, wenn man Schwanger ist.  
 

Fakten der 10.Woche meiner Schwangerschaft: 
 
Symptome: Immer noch Kreislaufprobleme. Immer noch keine Übelkeit.
 
Gewicht: 66,0 kg – Vor Schwangerschaft : 65,0 kg (BMI 22,5)
 
Heißhunger: Diese Woche mussten es Pommes sein.. Ganz böse, aber SO lecker.
 
Und unser Böhnchen?: 
Unser Böhnchen ist diese Woche schon so groß wie eine Olive. Von nun an ist Böhnchen kein Embryo mehr, sondern ein Fötus. Das Aussehen gleich immer mehr einem Menschen. Ich frage mich, wem unser Böhnchen wohl ähnlich sehen mag. 
Mehr wie ich oder mehr wie meinem Mann? 
Ein guter Indikator ist es, sich die eigenen Babybilder anzusehen. Wenn ich die Bilder von mir und meinem Mann ansehe als wir noch klein waren, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie unser Böhnchen aussieht. 
🙂


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