Mama, Kind und Lifestyle

8. Woche – Sichtkontakt und Mutterpass

8. Woche – Sichtkontakt und Mutterpass

 


Mitte der 8. Woche war es endlich soweit. Der erste Sichtkontakt zu unserem Baby stand bevor.
Ich war sehr nervös und mein Mann war auch aufgeregt.
Natürlich machte ich mir noch Sorgen um eine Eileiterschwangerschaft. Dies ist bei Endometriose nicht ungewöhnlich. Dann war da noch die Aufregung um das Thema Zwillinge, die bei uns erblich bedingt in der Familie lagen. (Allerdings bestimmt die Frau, ob es Zwillinge werden – Entweder teilt sich die Eizelle auf dem Weg in den Uterus in zwei identische Eizellen oder es springt beim Eisprung mehr als eine Eizelle, die dann befruchtet wird.) 


Zuerst wurde ich gewogen, mein Blutdruck wurde gemessen, eine Urinprobe wurde verlangt und Blut wurde abgenommen. Danach musste ich zurück ins Wartezimmer.
Wir mussten ein wenig länger warten. Es gab einen kleinen Zwischenfall, bei dem ein werdender Vater beim ersten Ultraschall schlichtweg ohnmächtig geworden war. Seine Frau war fröhlich, während der Mann die Nachricht der bestehenden Schwangerschaft wohl nicht ganz so gut verkraftet hatte.
Doch dann kamen wir endlich dran.
Ich hatte meinen Mann bereits auf die Untersuchung vorbereitet. Was genau passieren würde und was er sehen würde. Er wollte auch unbedingt dabei sein.
Erst wurde getastet und gefühlt ob meine Gebärmutter auch vergrößert ist. Soweit war alles in Ordnung.
Dann kam der große Moment ich holte tief Luft und blickte gebannt auf den Monitor.
Dieser ging an und zu sehen war eine große schwarze Blase. Ein kleines Wesen mit Dottersack das aussah wie ein Diamantring. Sie schaute noch einmal nach, ob es nur eines war, aber es war deutlich.
Nur ein Baby, aber unser Baby. Unser Böhnchen!
Mein Mann streichelte meinen Kopf und seine Augen leuchteten als der Herzschlag zu hören war. Ich habe ihn noch nie so stolz gesehen. Höchstens am Tag unserer Hochzeit.
Unser Baby hatte die richtige Größe und alles saß am richtigen Platz. Jetzt gratulierte mir auch meine Frauenärztin ganz herzlich zur Schwangerschaft.
Mein Mutterpass wurde ausgestellt und ich bekam das erste Bild unseres Babys mit. Ich blieb noch in der Praxis um einige weitere wichtige Blutabnahmen machen zu lassen.
Toxoplasmose, Cytomegalie, Imunitäten für Masern, Röteln etc. Ganze 6 Ampullen ließ ich abnehmen. Ich wollte alles überprüft haben.
Als ich dann endlich nach Hause kam, konnte es endlich in meinem Kopf sinken.
Es war alles in bester Ordnung. Ich war immer noch überwältigt und konnte meine Gefühle kaum ordnen. Ich war nicht in Freude ausgebrochen wie ich es erwartet hatte, ich hatte nicht überglücklich beim Anblick meines kleinen Baby’s geweint. Ich war einfach wie in Trance und war fast schon ungläubig.
Es hatte sich so surreal angefühlt und es würde noch eine ganz Weile dauern, bis ich es wirklich begreifen und fassen konnte.
Schließlich wurde mir gesagt, dass ein Kinderwunsch mit Endometriose sehr schlecht aussieht. Ich hatte mich seit mehr als 8 Jahren damit angefunden, dass es nie klappen würde. Meine Hoffnung wollte ich einfach aus Selbstschutz nicht zu weit oben halten. Aber nun war ich tatsächlich schwanger. Böhnchen hat einen Weg zu uns gefunden und wahrscheinlich ist Böhnchen das einzige Kind, was wir jemals bekommen werden. Denn noch einmal so ein Glück zu haben, wäre wie ein 6er im Lotto.
FAQ – Blutuntersuchungen beim Frauenarzt
Welche Untersuchungen sind nötig?
Zuerst wird die Blutgruppenzugehörigkeit untersucht. (Rhesusfaktor & Blutgruppe)
Ebenso gehören ein Antikörper Suchtest und eine Untersuchung auf Röteln Immunität dazu.
Weiter Blutuntersuchungen werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen selbst gezahlt werden.
Dazu gehören Toxoplasmose (Übertragung häufig durch Katzen / Katzenkot oder rohem Fleisch)
(Quelle – Wikipedia) https://de.wikipedia.org/wiki/Toxoplasmose
Cytomegalie eine Infektionskrankheit die in den meisten Fällen recht unscheinbar verläuft. Leider ist sie besonders schädlich für Schwangere da sie die Entwicklung des Baby’s beeinflussen kann.
(Quelle – Wikipedia)  https://de.wikipedia.org/wiki/Zytomegalie
Was steht sonst noch im Mutterpass?
Bei jeder Untersuchung wird der Schwangerschaftsverlauf dokumentiert und in den Mutterpass eingetragen.
Es fühlt sich ein wenig an wie eine Mitgliedschaftsurkunde für einem sehr exklusiven Club, wenn man dieses tolle kleine Heft in den Händen hält.
Eingetragen werden:
• Der genaue Tag der Schwangerschaft z.B. 6+5 = 6. Woche & 5 Tage
(Also 7.Schwangerschaftswoche)
• Herztöne
• Gewicht
• Blutdruck
• Bakterien / Zucker / Eiweiß
Weitere Informationen zum Schwangerschaftsverlauf wie z.b. Kindsbewegung und sonstige Untersuchungen werden ggf eingetragen.
Wie oft gibt es Baby TV ? – Ultraschall
Vorgeschrieben sind die 3 Termine zu folgenden Wochen:
• 8-11 Schwangerschaftswoche
• 18-21 Schwangerschaftswoche (Hier kann man mit Glück erkennen ob es Junge oder Mädchen wird)
• 28-31 Schwangerschaftswoche
Weitere Ultraschall Untersuchungen übernimmt die Krankenkasse leider nicht. Aber man kann generell einen Termin zu weiteren Ultraschall Untersuchungen beim Frauenarzt vereinbaren. Meist gibt es sogar ein Kombipaket als Angebot.

Fakten der 6.Woche meiner Schwangerschaft:

Symptome: Müdigkeit, Blasenschwäche – vor allem Nachts. Keine Übelkeit. Größer werdende Brüste.

Gewicht: 67,0 kg – Vor Schwangerschaft : 65,0 kg (BMI 22,5) (Insgesamt +2 kg)

Heißhunger: Immer noch Käse und dazu am liebsten Erbeeren oder Weintrauben.

Und unser Böhnchen?:
In der 8.Woche meiner Schwangerschaft hat die größer werdende Gebärmutter ganz schön auf die Blase gedrückt. In den ersten 2-3 Wochen bin ich Nachts bis zu 4 mal aufgestanden um auf’s Klo zu gehen.
Da bin ich nachts wie ein Zombie durch die Wohnung gelaufen, aber ich habe es als gute Übung für später angesehen wenn Böhnchen da ist.
Schwieriger war es, dass bei der Arbeit zu verheimlichen. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht, dass meine Kollegen glauben ich hätte dauerhaft Blasenprobleme. 😀
Unser Böhnchen ist jetzt in etwa so groß wie eine Blaubeere! 🙂



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