Mama, Kind und Lifestyle

17.Woche – Wenn du denkst es geht nicht schlimmer..

17.Woche – Wenn du denkst es geht nicht schlimmer..
 …geht es natürlich schlimmer.
Die 17.Woche meiner Schwangerschaft war schon durch die Vorwoche relativ vorbelastet. Mit der schwerkranken Stiefschwiegermutter und der Frage ob sie überleben würde.
Bis dato hat sie überlebt und es sieht gut aus. Sie macht jeden Tag Fortschritte, nur ihr linke Seite scheint noch gelähmt zu sein. Ob er es bleibt, ist noch fraglich. Wir hoffen aber auf eine vollständige Genesung.
Einige andere Dinge die diese Woche noch geschahen, lass ich lieber weg, denn es war wirklich zu viel auf einmal.  

Das einzige was meinen Mann im Moment noch aufrecht hält, ist Böhnchen. Das er Vater wird und gerade für Böhnchen stark sein will. Es ist selbstverständlich, dass ich auch für meinen Mann da bin. Er weiß, dass er nicht alleine in dieser Situation ist und auch meine gesamte Familie hinter ihm steht und unterstützt. Mir ging es in dieser Zeit nicht besonders gut und als emotionale Schwangere musste ich schon mehrfach weinen und schluchzen.
 
 Leider habe ich auch dadurch eine verkrampfte Gebärmutter ausgelöst. Der Stress und die Sorgen der letzten Tage war einfach zu viel für mich gewesen.
 
Ich hatte Schmerzen und wusste, dass ich mich endlich entspannen musste, für mich und Böhnchen. Eine verkrampfte Gebärmutter fühlt sich wirklich unheimlich an. Wie ein großer Fußball der steinhart unter der Haut liegt. Da sie sich für eine längere Zeit zusammen krampfte und dies nicht wehenartig alle paar Minuten geschah, sah meine Hebamme keinen Grund zur Besorgnis. Dies kommt vor, auch wenn es unheimlich ist. Und ich wäre auch in Krankenhaus zum Checkup gegangen, wenn ich gefühlt hätte, dass etwas nicht in Ordnung gewesen wäre. Aber mein Instinkt sagte mir eindeutig, dass es nur Stress war.
 
Ich kuschelte mich für eine Weile ins Bett und entspannte mich. Ich streichelte meinen Bauch und somit auch Böhnchen. Kurze Zeit später war der Spuk vorbei und alles war wieder in Ordnung.
 
Kommen wir aber zu den schönen Momenten der 17.Woche. Ein großer davon war, dass mein Mann ein langes Gespräch mit seinem Vater hatte.
Zur Zeit leben wir in mitten einer Großstadt und das wir für Böhnchen umziehen wollten stand auch schon lange fest. Wir wussten nur noch nicht so recht wohin. Am Rand der Stadt? Auf’s Land zu meiner Familie?
 
Da nun für unsere Stiefschwiegermutter eine sehr lange Genesungszeit anstand und sie vermutlich auch gehbehindert bleiben würde, schlug mein Schwiegervater vor, gemeinsam ein großes Haus auf dem Land zu suchen. So können wir uns gemeinsam helfen und unterstützen. 
 
Ich muss dazu sagen, ich komme vom Land und es war für mich immer ein großer Traum zurück in meine Heimat zu ziehen. Ich mag die Stadt, es ist alles da was man braucht, aber es ist auch laut und seine Ruhe hat man hier eigentlich nie. Außerdem wollten wir für Böhnchen eine ruhigere Umgebung haben.
Mein Mann war begeistert, auch wenn es für ihn bedeutete einen längeren Weg zur Arbeit zu haben.
Meine Familie freute sich sehr, dass wir in ihre Richtung zogen.
Mein Mann wurde in der Stadt geboren und kennt das Landleben nicht. Aber immer wenn wir meine Familie besuchen, genießt er die Ruhe. Und die Tatsache, dass er in einen Garten gehen kann ohne  gleich 100 Augenpaare auf sich zu ziehen.
Die Zeichen stehen also auf Umschwung und Veränderung, was einen auch irgendwie schon ein wenig Angst macht, weil alles auf einmal kommt.
 
Im Moment warten wir die Genesung ab, um alle Dinge zu besprechen. Und der Umzug wird vermutlich nicht vor nächstem Jahr stattfinden. Es sei denn hier brechen wirklich alle Zelte zusammen und wir finden spontan das richtige Haus.
 
Die Frage die ich diese Woche dauerhaft bekommen hatte war:“ Und fühlst du schon was?“
 
Die Antwort ist:“ Nein.“
Ich fühle jede Menge Darmbewegungen und manchmal bin ich mir nicht sicher, ob das nun Böhnchen war oder nicht. Genau kann ich das nicht sagen. Woher auch, ich weiß nicht wie sich das anfühlt. 😉
Aber Böhnchen ist noch sehr zurückhaltend und hat noch nicht angeklopft.
 
Ansonsten haben wir für diese Woche den Umbau unseres kleinen Arbeitszimmers geplant. Böhnchen bekommt den eigenen selbstgebauten Wickeltisch. Dort können wir dann auch schon ein wenig dekorieren.
 
Nach den ganzen Sorgen brauchen wir hier etwas, das wirklich eindeutig sagt: „Bald sind wir hier zu dritt!“
 
 
 
Fakten der 17.Woche meiner Schwangerschaft: 
 
Symptome: Sehr niedriger Blutdruck (90/60)Schmerzen im Unterleib. Durch Sorgen und Stress verkrampfte Gebärmutter.
 
Gewicht: 67,0 kg – Vor Schwangerschaft : 65,0 kg (BMI 22,5)

Heißhunger: Pommes, Käse und Weintrauben

Und unser Böhnchen?: Böhnchen ist diese Woche ordentlich gewachsen! Von der Größe her ist Böhnchen etwa so groß wie eine Birne. Bis zu 15-17cm kann Böhnchen jetzt schon groß sein.
Unglaublich dass ich dann noch nichts in meinem Bauch merke!
Aber es ist noch so viel Platz da, das Böhnchen sich immer noch frei bewegen kann und Purzelbäume schlägt. Außerdem reift in dieser Woche die Lunge weiter aus und Böhnchen übt das Atmen.

 



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