Mama, Kind und Lifestyle

22.& 23.Woche – Es geht schlimmer 2.0

22.& 23.Woche – Es geht schlimmer 2.0

 

Eigentlich hatte ich gedacht das meine schlimmsten Wochen hinter mir liegen würden. Da hatte ich die Rechnung aber ohne das Leben an sich gemacht.
Wenn du denkst es kann eigentlich nicht mehr schlimmer kommen.. kommt es schlimmer.

Mit der Schwiegermutter die im Sterben liegt, der Wohnung die sich im Dauerlärm befindet und kaum Internet und Telefon fing die 22.Woche nicht gut an. Aber sie wurde noch schlechter.

Ich hatte starke Rückenschmerzen und kein Orthopäde wollte mich kurzfristig nehmen. Frühestens in 3 Wochen. Mein Ischias hatte sich eingeklemmt oder unser süßes Böhnchen lag darauf.
Sprüche von Sprechstundenhilfen wie:“Hätten sie gestern angerufen, hätte ich sie noch rein schieben können.“ helfen da eindeutig wenig.
Und das in einer Großstadt wie Hamburg. Manchmal habe ich das Gefühl, das einem auf dem Land besser und schneller geholfen wird als hier. Und auch mit sehr viel weniger Arroganz.
Also ging ich weiterhin am Stock und jeder Schritt tat weh. Ich ließ mich tapen, doch auch das brachte keine Linderung.
Der Frauenarzt konnte mir auch nicht helfen. Die Hebamme empfahl schwimmen.
Ich ging schwimmen und mein Kreislauf kollabierte unter der Bewegung.
Doch wieder wurde ich nicht vom Arzt schnell drangenommen, sondern musste mein Termin in einer Woche abwarten.
Selbst nach mehreren Anrufen kam ich nicht rein.
Als der Termin endlich da war, und ich meiner Ärztin erzählte das ich auch bei der Arbeit bereits mitten in der Bewegung kollabiert war, schickte sie mich sofort zum Kardiologen. Denn der Kreislauf stürzt nicht einfach so ab. Und schon gar nicht braucht er 40min bis er sich wieder aufgerappelt hat.
Es war alles dabei gewesen. Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Schweißausbrüche unkontrolliertes Zittern. Zum Glück war ich nicht noch ohnmächtig geworden. Wegen meiner Vorderwandplazenta stellt unkontrolliertes Fallen und Stürzen ein erhöhtes Risiko für mich dar.
Sollte die Plazenta reißen kann es sehr schnell lebensgefährlich für mich und Böhnchen werden. Und das Ganze kombiniert mit einer länger andauernden Ohnmacht und mein Leben und Böhnchens wäre zu Ende. (Um es mal auf den Punkt zu bringen)
Ich bekam ein Berufsverbot, da ich in den Spätschichten dazu auch noch alleine arbeitete. Jetzt darf ich theoretisch nicht mal zuhause alleine sein, weil mein Kreislauf mir jederzeit ohne ersichtlichen Grund flöten gehen könnte.
Meine Ärztin wusste aber, dass ich natürlich nicht nonstop betreut werden kann, weil mein Mann ja auch arbeiten muss.
So gesehen sagte sie, dass ich mich mindestens stündlich bei ihm melden sollte.
Doch für alles andere waren die Spaziergänge und Schwimmen und alles bei dem ich alleine war gestrichen. Keine Belastung solange ich alleine bin.
Der Kardiologe stellte zudem auch noch ein kleines Loch in meinem Herzen fest. Einen kleinen angeborenen Herzfehler. Generell ist dies nicht schlimm und er verglich es mit einem tropfenden Wasserhahn.
Allerdings ist die Schwangerschaft natürlich eine Belastung und klar kann es dann etwas anstrengender werden.
Jedoch nichts lebensbedrohliches. Aber es erklärt, warum ich so schnell erschöpft bin. Warum ich jetzt schon im wahrsten Sinne des Worten aus dem „letzten Loch“ pfeife.
Sobald die Schwangerschaft vorbei ist, sollte sich bei mir auch alles wieder normalisieren.
An einem Tag habe ich also nicht nur meinen Job an den Nagel hängen müssen, sondern es wurde auch noch ein Herzfehler fest gestellt.
Für mich brach da natürlich irgendwie meine kleine heile Welt zusammen, auch wenn es um das Wohl von Böhnchen geht. Ich brauchte eine ganze Weile um das zu verarbeiten, daher habe ich mich auch in den letzten Tagen nicht gemeldet.
Jetzt muss ich erst einmal mein Leben ein bißchen anders gestalten und umdenken.
Fakten der 22. & 23.Woche meiner Schwangerschaft: 
 
Symptome: Stress, Erschöpfung
Schwangerschaftsstreifen: Keine (Pflege mit Weleda -Öl)
Gewicht: 72,0 kg – Vor Schwangerschaft : 65,0 kg (BMI 22,5) Zunahme gesamt: 7,0kg
Heißhunger: Keinen wegen Stress
Und unser Böhnchen?:
Böhnchen geht es gut. Die kleine Maus scheint dem Stress gut gewachsen zu sein, zumindest turnt sie immer fleißig umher. 🙂


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