Mama, Kind und Lifestyle

26.Woche – Infoabend im Krankenhaus und Anmeldung zur Geburt

26.Woche – Infoabend im Krankenhaus und Anmeldung zur Geburt

 

 

Gleich zu Beginn der Woche waren mein Mann und ich beim Infoabend in einer Klinik. Einfach um sich mal grundlegend zu informieren und die Räumlichkeiten des Krankenhauses zu besichtigen.
Ich war schon zur Messung der Nackenfalte in diesem Krankenhaus und hatte Glück, dass ich von Chefarzt untersucht worden bin. Daher war ich eigentlich schon recht angtan von dem Krankenhaus.

 

 

Die leitende Hebamme ist natürlich so, wie man sie sich als Leie irgendwie vorstellt.  Knallhart und direkt. Aber das störte mich nicht im geringsten.
Es wurden reichlich Fragen von weiteren Paaren gestellt, die sich ebenfalls beim Infoabend eingefunden hatten. Und auf dumme Fragen gab es von der Hebamme natürlich die passende knallharte Antwort. Verpackt mit Ironie und dem typischen norddeutschen Charme. (Ich kann verstehen, dass diesen nordischen Humor nicht jeder versteht – aber ich bin anderes nicht gewöhnt und finde es sehr sympatisch, wenn nicht um den heißen Brei rumgeredet wird.)
 
Das Gespräch verlief sehr lange. Eine ganze Stunde wurde geredet, erklärt und besprochen. Dann ging es endlich zur Besichtigung. Im ersten Kreißsaal (von insgesamt 8) stand ich dann vor der großen roten Badewanne.
Eine Wassergeburt hatte ich mir vorgestellt. Und das war auch eigentlich mein Plan. Wenn sich wegen meiner Kondition nicht noch ein geplanter Kaiserschnitt dazwischen schiebt.
 
Zum ersten Mal im Kreißsaal zu sein, ist ein unheimliches Gefühl. Krankenhäuser selbst, sind nicht das schönste Erlebnis, auch wenn sich auf der Geburtenstation wirklich Mühe gegeben wurde um es gemütlich wirken zu lassen.
Die Wehenzimmer sind klein, aber allesamt mit Fernseher und Musik ausgestattet. Ein eigenes Bad und eine Sitzecke für Angehörige.
Wenn sich der Muttermund genug geweitet hat, geht es in den Kreißsaal. Hier lassen sich Musik, Licht und sonstiges persönlich einstellen. Ganz wie die werdene Mama es möchte.
 
An der Station, wo das Neugeborene untersucht wird, lag bereits ein Strampler, ein blaues oder rosanes Armband und die erste Windel parat.
Schlagartig wird einem bewusst:“Hier wird dein Baby liegen.“
Und:“ In diesem Bett entbindest du vielleicht.“
 
Diese Gefühle treffen einen so plötzlich und machen einem Angst. Klar, weil man hat sowas ja vorher noch nicht erlebt. Selbst wenn man sich der Geburt bewusst ist. Es ist nochmal was ganz anderes, es dann so direkt vor den Augen zu haben.
Im ersten Moment wollte ich am liebsten weglaufen. Weil ich eigentlich nicht in einer Klinik entbinden wollte, ich aber leider keine andere Wahl hatte. (Gesundheitsbedingt)
 
Es wurde einem nochmal deutlich, wie sehr man doch am liebsten im eigenen Nest entbinden möchte. In den eigenen vier Wänden, bei größtmöglicher Geborgenheit.
Ich beneide jeden, der die Möglichkeit auf eine Hausgeburt hat. Ich hätte dies so gerne getan.
 
Aber kommen wir zurück zur Klinik. Nach der Besichtigung des Kreißsaals ging es dann zum OP-Raum der sich nur eine Tür weiter befand. Für den Fall der Fälle, dass es nicht voran gehen würde oder wenn ein Notfall eintritt. Die Intensivstation für Babys und der Kinderarzt sind auch nur eine Tür entfernt. Gut zu wissen.
Dann geht es auch schon über in die Wochenbettstation. Diese habe ich mir allerdings nicht mehr angesehen, da ich nach 2 Stunden einfach zu kaputt war und sich mein kleines Böhnchen schon trampelt meldete.
Ganz nach dem Motto:“Mir ist langweillig!“
 
Zuhause angekommen überdachte ich noch kurz, ob ich mir noch eine andere Klinik angucken wollte. Kam aber dann zum Schluß, dass diese Klinik einfach schnell zu erreichen war und die Tatsache, dass sie eine sehr gute Intensivstation für Neugeborene und Kinder hatte überzeugte mich dann doch mich am nächsten Tag zur Geburt anzumelden.
 
Das offizielle Gespräch zur Geburtsplanung würde dann Mitte November stattfinden. 
 
Was sich sonst noch diese Woche ergab, war der Besuch bei meiner schwerkranken Stiefschwiegermutter. Das war wirklich nicht leicht, denn sie weinte viel und sprach darüber, ob sie ihr Enkelkind wohl überhaupt noch kennenlernen würde.
Ich blieb mit meinem Mann 2 Stunden bei ihr. Gelegentlich streichelte sie meinen Bauch und ich hielt ihre Hand. Ein Foto wurde gemacht, für den Fall dass.. Naja, einfach damit wir ein Bild mit Böhnchen und Oma haben.
 
Der Besuch war alles andere als leicht und natürlich kam ich nach Hause und war völlig fertig mit den Nerven. In der Schwangerschaft ist es dann auch leider oft so, dass man von solchen Erlebnissen träumt. Prompt hatte ich also einen Albtraum nach dem anderen um das Ganze irgendwie zu verarbeiten.
 
Im Grunde war die ganze Woche recht nervenaufreibend gewesen und ich freue mich das mich Montag nun endlich mein 3D Ultraschall auf mich wartet. Soweit Böhnchen denn ihr Gesicht her zeigen möchte. 😉
 
Fakten der 26.Woche meiner Schwangerschaft: 
 
Symptome: Müdigkeit und Erschöpfung
 
Schwangerschaftsstreifen: Keine (Pflege mit Weleda -Öl) 
 
Gewicht: 72,0 kg – Vor Schwangerschaft : 65,0 kg (BMI 22,5) Zunahme gesamt: 7,0kg
 
Heißhunger: Torte, Kuchen Cini-Minis 
 
Und unser Böhnchen?:
Die kleine Maus ist immer noch unglaublich aktiv. Leider liegt sie immer noch bevorzugt quer im Bauch, da meine Plazenta den oberen Bereich beschlagnahmt. Wenn sie sich dann tatsächlich mal mit dem Kopf nach unten hinlegt, findet sie es extrem unbequem und dreht sich schnell wieder so hin wie vorher. Ich bin gespannt, wie lange sie sich noch quer hinlegen wird. 
 
Ein sehr unheimliches gefühl war es, als ich zum ersten Mal den Ellenbogen von Böhnchen unter der Haut fühlen konnte. Das war kein Tritt, sondern ein langsames entlanggleiten unter der Haut. 
Es war fast so, als hätte ich sie berühren können. Das war schön und gleichzeitig sehr unheimlich. 😀

 



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