Mama, Kind und Lifestyle

30.Woche – Vorbereitung auf die Geburt

30.Woche – Vorbereitung auf die Geburt
 
In der 30.Woche meiner Schwangerschaft ging es ganz um die Vorbereitung zur Geburt. 
Der Termin zur Anmeldung der Geburt in der von mir gewünschten Klinik stand bevor. 
Ein wenig nervös und auch aufgeregt sind mein Mann und ich schließlich in das Krankenhaus gefahren. Im ersten Moment geriet ich an eine sehr unfreundliche Hebamme, die keine Zeit für mich hatte. Nicht einmal für eine Frage. 


 
„Das kann ja heiter werden.“ dachte ich. 
 
Aber dann kam eine junge Hebammen Azubine auf mich zu, die zusammen mit ihrer Ausbilderin, einer sehr alten Hebamme, das Gespräch mit uns zur Anmeldung führte. 
Ich fühlte mich an meine Mutter erinnert. Diese hatte bei ihrer ersten Geburt ebenfalls eine junge Hebammen Schülerin dabei. 
Beide waren unglaublich nett und ruhig.  Die ältere Hebamme im Gespann lobte meine Einstellung gegenüber dem Thema Schmerzen. Da ich mit der Endometriose und deren Schmerzen in meinem Leben reichlich gesegnet worden war, war ich generell auf die Schmerzen einer Geburt gespannt. 
 
„Waren sie ähnlich intensiv?“ fragte ich mich über die Jahre. 
 
Aber alles in allem war ich davon überzeugt, positiv über die Schmerzen zu denken. Bei einer Geburt sind die Schmerzen immerhin produktiv. Sie treiben die Geburt voran und letztendlich das Baby zur Geburt. Während der Endometriose Schmerz im Grunde einfach nur „sinnlos“ ist. 
Eine ganz Liste an Fragen über Gesundheit, Schwangerschaftsverlauf und Wünsche zur Geburt kamen hinzu. 
Endlich konnten wir einen Geburtsplan erarbeiten. 
Mein Mann war über die Wahl meiner Wunschgeburt überrascht, denn ich wollte eine Wannengeburt. 
Damit hatte er nicht gerechnet. Für mich war die Entscheidung Wassergeburt allerdings eine ganz natürliche. Wie ich bereits erwähnt hatte, sorgte der Endometrioseschmerz bei mir für eine gewisse Ahnung, was auf mich zu kommen könnte. 
Schmerzen bekämpfte ich dementsprechend seit Jahren mit alternativen Methoden um es so erträglich wie möglich zu machen. 
 Wärme war in diesem Fall für mich immer das Beste gewesen. Ob nun Wärmflasche oder Heizdecke. Oder sogar beides zusammen. Es half mir entspannen und loszulassen. 
 
Diverse Atemtechniken hatte ich seit Beginn der Endometriose schon erlernt um Schmerz besser auszuhalten und ihn zu akzeptieren. 
 
Ich war mir sicher, eine Wassergeburt wäre das Beste für mich, wenn ich Böhnchen auf natürlichem Weg entbinden wollte. 
Sollte die Wanne jedoch am Tag der Geburt nicht zur Verfügung stehen, würde ich mich natürlich auch mit dem Bett zufrieden geben.
Auch auf einen möglichen Kaiserschnitt, wegen meinem angeborenem Herzfehler, war ich vorbereitet. 
 
„Hauptsache Böhnchen ist gesund und es wird das Beste für sie getan.“ Das war mein Grundgedanke. 
 
Als werdende Mutter steht das Eigenbedürfnis meist nicht mehr im Vordergrund und man denkt nur noch an das Wohl des Kindes. So musste mein Mann mir schon zu Beginn der Schwangerschaft versprechen, dass wenn irgendetwas sein sollte, er sich um Böhnchen kümmert und dann erst um mich. 
Der Rest des Gespräches verlief gut und ich wünschte mir insgeheim, dass ich dieses Duo auch bei meiner Geburt dabei haben könnte. 
Ich erhielt anschließend eine Mappe mit Unterlagen über die Themen PDA, Vitamin K, Einleitung der Geburt, Akupunktur und Vollnarkose im Falle eines Notfalles. 
Die Unterlagen mit dem Thema PDA und Vollnarkose muss ich gesondert durchlesen und anschließend einen Fragebogen ausfüllen. Dieser wird dann je nach Bedarf unterschrieben, sollte es bei der Geburt z.B. zu einem Notkaiserschnitt mit Vollnarkose kommen. 
Jede Sekunde zählt, wenn es zu einem Notfall kommen sollte. 
 
Ganz hinten in den Unterlagen befand sich auch der Zettel mit der Kliniktasche. Was man einpacken sollte, was die Klinik stellt etc. Darüber werde ich allerdings einen gesonderten Bericht schreiben. 
 
Zum Schluss erhielt ich noch ein Geschenkpaket mit allerlei Utensilien. Ein Babybody, Zeitschriften, Coupons, ein Damenrasierer und ein Weleda Pflegeset für Babys. 
Als wir die Klinik verließen, waren mein Mann und ich erleichtert, dass wir wieder einen kleinen Meilenstein hinter uns gebracht hatten. Ich war beruhigter, was die Klinik betraf und fühlte mich in sicheren Händen aufgehoben, auch wenn Kliniken und der Aufenthalt in einem Krankenhaus generell kein unbedingt wünschenswertes Ereignis ist. 
 
Als ich zu meinem Mann sagte:“ Beim nächsten Besuch im Krankenhaus, kommt Böhnchen auf die Welt.“ wurde uns beiden bewusst, wie schnell die Zeit doch im Grunde vergangen war. 
 
Der Rest der Woche verlief relativ ruhig, bis auf einige Übungswehen, die mich nun vor allem Nachts heimsuchten. 
Ebenfalls durch den Mangel an Platz in meinem Bauch, trat nun vermehrt das Sodbrennen auf, von dem viele Schwangere berichteten. 
 
Auch der Schlaf leidet zur Zeit, denn das Liegen auf dem Rücken oder der Seite verursacht eine gewisse Kurzatmigkeit bis hin zu dem Gefühl schlecht Luft zu bekommen. 
 
Das und das Sodbrennen lassen sich durch eine erhöhte Liegeposition ausgleichen, nützt aber reichlich wenig, wenn man sich während der Nacht dann doch vom Kissen wühlt. 

 

 
Fakten der 29.Woche meiner Schwangerschaft:
 
Symptome: Sodbrennen, Schwierigkeiten beim Atmen
 
Schwangerschaftsstreifen: Keine (Pflege mit Weleda -Öl)
 
Gewicht: 77,0 kg – Vor Schwangerschaft : 65,0 kg (BMI 22,5) Zunahme gesamt: 12kg
 
Heißhunger: Nichts bestimmtes
 
 
Und unser Böhnchen?:
 
Die Kleine ist nach wie vor sehr aktiv und schafft es sich immer noch quer in den Bauch zu legen. Mein Mann konnte zum ersten Mal merken, wie es sich anfühlt sie so direkt unter der Haut zu spüren. Das war für ihn genauso unheimlich wie für mich am Anfang und er wusste noch nicht genau, was er davon halten sollte. (Männer ^^) 




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: Content is protected !!