Mama, Kind und Lifestyle

36.Woche – Abschied zu Silvester

36.Woche – Abschied zu Silvester
 
Die 36.Woche begann kurz nach Weihnachten, welches wir friedlich und sehr klein feierten.
Ich war nach der Aufregung aus der vorherigen Woche noch geschafft genug.
Am Abend vor Silvester klingelte bei uns das Telefon, mein Schwiegervater war dran. Und nach kurzen zuhören der Worte die mein Mann zu ihm sagte erkannte ich, das etwas ganz falsch läuft.
 
 

 
Habe ich vor kurzem noch geschrieben, dass meine Stiefschwiegermutter auf dem Weg der Besserung war, kam jetzt die Nachricht vor der wir uns gefürchtet hatten.
 
Sie lag im Sterben. Ganz plötzlich war es mit ihr bergab gegangen und nun schläft sie nur noch. Sie ist nicht mehr bei Bewusstsein und der Arzt gab ihr noch ein paar Tage, da sie jeden Tag mehr abbaute.
 
Mein Mann versuchte seinen Vater zu beruhigen, der am Telefon deutlich weinte. Als sie das Telefonat beendeten, weinte mein Mann ebenfalls und erzählte mir alles. Mich ließ dies natürlich auch nicht unberührt, ich mochte meine Stiefschwiegermutter sehr und sie hatte sich so auf das Baby gefreut, das sie vermutlich jetzt nicht mehr kennenlernen würde.
 
Am nächsten Tag machten wir den schweren Gang ins Hospiz. Ich hatte meinem Mann versprochen, mitzugehen. Ihr die letzte Ehre zu erweisen, auch wenn ich selbst grad kaum noch mobil war. Ich wollte sie sehen und mich verabschieden.
 
Wir trafen seinen Vater weinend an. Er sagte sie würde schlafen und wir könnten reingehen, ihr über den Kopf streicheln und ihr was nettes sagen. Die ganze Familie war bereits da gewesen und hatte sich von ihr verabschiedet.
 
Als wir den Raum betraten, lag sie da. Als würde sie schlafen. Wir redeten mit ihr. Wir erzählten ihr von Böhnchen. Das wir sie lieb hatten und das wir sie vermissen würden. Mein Mann sagte, das er auf seinen Vater aufpassen würde, dann riss seine Stimme ab und er konnte nicht mehr reden.
 
Sich von jemanden zu verabschieden, der da noch liegt und schläft, dabei so friedlich aussieht, fühlt sich nicht richtig an. Doch das ist es, denn sie wird nicht mehr aufwachen.
Aber die Worte:“Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ haben in dieser Situation immer noch die größte Bedeutung. Denn man hofft bis zu letzt auf ein Wunder.
 
Wir blieben noch eine Weile bei seinem Vater im Hospiz um ihn Beistand zu leisten. Er weinte und gleichzeitig strahlte er aber meinen großen Babybauch an.
Ich sagte zu ihm, das er da doch wenigstens etwas hat, auf das er sich freuen kann. Etwas dass das Leben wieder etwas fröhlicher macht. Seine Enkeltochter.
Und er freut sich sehr auf die Kleine.
 
Als wir wieder Zuhause ankamen, war die Lust auf Silvester irgendwie verflogen. Das ganze Jahr über war sehr nervenaufreibend und alles andere als leicht für uns gewesen.
 
Mein Mann und ich rafften uns dennoch auf und wollten das alte Jahr gründlich verabschieden und das Neue hoffnungsvoll begrüßen.
Denn um Mitternacht konnte ich endlich sagen: „Dieses Jahr, kommt unser Baby!“
 
Mein Mann verzichtete bewusst auf Alkohol. Was wenn er mich ins Krankenhaus fahren musste? Soweit hatte ich gar nicht gedacht, aber er hatte Recht. Die Kleine konnte ja rein theoretisch jederzeit kommen.
 
Die Böller waren da noch ein Thema um die ich mir Sorgen machte. Ich liebe es eigentlich ein paar Böller zu werfen, doch dieses Jahr blieb ich eher vorsichtig. Auch mein Mann passte auf.
Doch leider nützte das Ganze recht wenig, denn in unserer Straße waren ein paar Leute, die sich offensichtlich mit sehr schweren Böllern eingedeckt hatten. (Die ganze Straße bebte bei nur einem dieser „Böller“..)
 
Es war SO laut, dass sich meine Kleine heftig im Bauch erschreckte und zusammenzuckte. Anschließend hatte sie Schluckauf. Ich hielt schützend meine Hand vor den Bauch und mein Mann schickte mich rein.
 
Also ging ich lieber nach drinnen und besah mir das Feuerwerk aus dem Fenster. Selbst mein Mann, den so leicht nichts an Silvester aus der Fassung bringen kann, empfand die Böller der „Nachbarn“ als gefährlich.
 
Später legte ich mich hin und spielte der kleinen im Bauch ihre Spieluhr vor. Sie beruhigte sich und strampelte wie gewöhnlich fleißig vor sich hin.
Wir blieben noch eine Weile wach und verarbeiteten den Tag der nun hinter uns lag.
 
Für das neue Jahr erhofften wir uns eine Besserung. Eine schöne und unkomplizierte Geburt. Vielleicht ein neues Zuhause, mehr auf dem Land bei meiner Familie. Und vor allem, weniger Stress.
Davon hatten wir letztes Jahr einfach genug.
 
Meine Schwangerschaft verlief in dieser Woche recht unspektakulär. Mein Bauch hat einen ordentlichen Satz nach vorne getan – Wo soll er auch anders hin. 😉 Der Bauch hat sich bereits etwas gesenkt und ich denke es wird nicht mehr lange dauern. Die nächste Untersuchung steht in der zweiten Woche im Januar an, da werde ich dann mehr erfahren.
 
Ich denke aber, dass die Kleine bereits fest im Becken sitzt, denn ihre Hände kann ich sehr weit unten fühlen und auch das der Kopf nun noch mal deutlich heftiger auf die Blase drückt.
Schlafen kann ich kaum, da der Bauch schon sehr schmerzt. Es dauert eine ganze Weile bis ich aufstehen kann.
Ich werde die nächsten Wochen vermutlich eher in den eigenen vier Wänden bleiben, da ich es auch nicht mehr schaffe, lange Wege zu gehen. Senkwehen und Übungswehen haben sich noch mal verstärkt. Etwas von dem ich nicht dachte, dass es möglich wäre. -.-
 
Wir warten also auf den Beginn der Geburt.
 
Sollte sich die Kleine in der nächsten Zeit also spontan auf den Weg machen, habe ich ein kleines Miniposting vorbereitet. Nur das ihr Bescheid wisst, warum hier auf den Blog dann erst mal nichts passiert, oder eine Woche ausgelassen wird etc. Ich werde auf jeden Fall einen Geburtsbericht schreiben.
 
 
Nachtrag: 04.01.2016
Böhnchens Oma ist nach langem Kampf friedlich eingeschlafen. 
 
 
 
Fakten der 36.Woche meiner Schwangerschaft:

 

 

 


Symptome: Senkwehen, Übungswehen – Schmerzen im Kreuz und Rücken – Schlechter Schlaf aufgrund des Bauches. 

 

 

 


Schwangerschaftsstreifen: Keine (Pflege mit Weleda -Öl)

 

 

 


Gewicht: 79,5 kg – Vor Schwangerschaft : 65,0 kg (BMI 22,5) Zunahme gesamt: 14,5kg

 

 

 


Heißhunger: Cini Minis

 

 

 



Und unser Böhnchen?:

 

 
Ihr geht es nach wie vor super. Sie ist trotz des begrenzten Raumes im Bauch sehr aktiv. 🙂 Wir sind gespannt, wann es losgeht! 


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