Mama, Kind und Lifestyle

Depression nach Geburt

Depression nach Geburt

Bevor ich Mutter wurde, war ich mit Elan am bloggen. Ich habe es geliebt, zu schreiben und zu malen. Ich wollte im Wochenbett schreiben und mit vielen die Geschichte unseres Böhnchens teilen.

Das war meine Grundidee. Das hatte ich vor.

Irgendwo auf dem Weg habe ich mein Lächeln und den Elan verloren und es bis heute noch nicht wieder gefunden.

Ich sehe andere Mütter, scheinbar glücklich, selig und mit diesem Leuchten. Und dann horche ich in mich hinein und da ist nichts. Eine Leere und nichts mehr als eine wandelnde Hülle von dem was ich mal war.

Seit der Geburt von Böhnchen bin ich depressiv. Und ich stehe dazu.

Ich bin mir bewusst, dass es eines Tages auch wieder besser wird und ich versuche jeden Tag das Beste aus meiner Situation zu machen.
An manchen Tagen gelingt es mir und an anderen Tagen weine ich an der Schulter meines Mannes.

Wie kam es dazu? 

Der Babyblues hat mich hart getroffen. Tage zuvor wurde mir gesagt mein Kind sei todkrank und ich musste bange Stunden ertragen mit diesem Gedanken. Aber mein Kind war nicht krank, wie eine Untersuchung dann bestätigte. Böhnchen war kerngesund.

Dennoch war dies einer der Auslöser für meine Depression.

Das Hormonchaos nach der Geburt hat sein übriges gegeben.

Wie geht es mir heute?

Meine Grundstimmung ist immer gleich. Ich fühle mich einfach verloren. Ohne irgendeine Bestimmung und absolut nutzlos. Was mir am meisten fehlt ist der Elan und die gute Laune die ich eigentlich sonst immer jeden Tag hatte.
Ich war immer ein fröhlicher Mensch und immer gut gelaunt.
Zurzeit hängt aber diese schwarze Wolke über mir und macht mir die schönste Zeit mit Kleinkind schwer.

Klar lache und spiele ich mit meinem Kind, aber sobald ich dann alleine bin oder Zeit für mich habe ist alles wie leer gefegt.

Wie werde ich behandelt?

Ich lehne Antidepressiva ab. Das ist meine persönliche Entscheidung.

Ich fühle mich nicht glücklich. Aber ich bin noch nicht an dem Punkt, wo ich der Meinung bin, dass ich Medikamente brauche.

Aber ich bin in Gesprächs – Therapie und einer Progesteron Behandlung.

Wie komme ich da raus? 

Meine Iniative beginnt damit, dass ich mich einfach wieder hinsetzen und die Dinge tue, die ich immer gern gemacht habe.
Ich muss mich oft dazu zwingen. Und mitten in der Arbeit oder meinem Hobby tauchen dann diese Gedanken auf, dass es doch alles sinnlos ist, was ich tue.
Der Schlüssel liegt im weiter machen. Einfach weiter machen. Und immer denken, dass man nicht sinnlos ist.

Ich versuche das Bloggen jetzt als eine Art Theraphie zu nutzen. Ich versuche wieder Illustrationen für die Texte zu malen. Und ich hoffe, dass ich Mich und mein Lachen auf dem Weg dabei endlich wieder finde.

🙂

 



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