Mama, Kind und Lifestyle

Therapie – Reset (Teil1)

Therapie – Reset (Teil1)

Bonjour à tous!

Wie ich in meinem vorherigen Posting geschrieben habe, bin ich seit der Geburt depressiv. (Hier nachlesen)

Mein erster Schritt aus der Depression, neben Gesprächstherapie, ist ein Backup.

Wer war ich bevor ich die Depression hatte? 

Was hat mich vorher glücklich gemacht? 

Was war für mich essentiell wichtig? 

Die Antwort lag klar auf der Hand. In meinem Fall war es einfach mein Schreibtisch mit meinen Sachen drauf.
Sprich, meine Malsachen, mein Rechner und meine Lieblingstasse mit Kaffee.

Klingt vielleicht total bescheuert, war aber irgendwie „mein Reich“.

Nach der Geburt, oder auch schon davor, wurde umgestellt und mein Platz musste weichen. Mir ist erst jetzt aufgefallen, wie sehr es mir fehlt diesen Platz zu haben. Ich hatte das völlig vergessen.
Ich bin zwar nur abends oder während Böhnchens Nickerchen an diesem Platz, aber dennoch war es eben mein „Zuhause“ an dem ich mich wieder wie Ich fühlen konnte.

Also sorgte ich dafür, dass mein Platz wieder existierte. Ich räumte etwas um und schaffte mir einen kleinen Bereich, der nichts mit Baby oder Kindersachen zu tun hatte.

Nach fast einem Jahr schmiss ich meinen Rechner wieder an. Und es tat so gut einfach die alten Bilder zu sehen. Meine gesamte gesammelte Musik wieder zu hören. Wissen, dass ich vorher jemand war. Oder eher, wer ich war.

Dann ging es an die Malsachen. Ich besorgte ein neues Pinselset und fing einfach an. Einen Stil hab ich im Moment nicht. Ist auch egal, ich male jetzt erst mal los. Das wird sich auch noch wieder finden.

Die Illustration oben ist eine der ersten nach sehr langer Zeit. Zu sehen sind Mama und Böhnchen morgens nach dem Aufwachen. Da wird nämlich nicht lang gefackelt, sondern mit dem ersten Augenaufschlag geht der Zeigefinger hoch und ein „MH!“ ist zu hören. Sehr bestimmt fragt Böhnchen alles ab auf das sie zeigt. Lampe, Fenster, Tür, Mama, Windel. Jeden Morgen. 🙂

Ich werde versuchen mir sooft wie möglich die Zeit zu nehmen um etwas mehr an meinem Platz zu sein.  Und ich werde berichten wie es mit mir weiter geht. 🙂

Aber jetzt kann ich schon sagen, dass es mir verdammt gut tut „wieder hier “ zu sein.

xoxo



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