Mama, Kind und Lifestyle

Stillen – Mein Erfahrungsbericht – Mein wütendes Stillbaby

Stillen – Mein Erfahrungsbericht – Mein wütendes Stillbaby

Stillen – Mein Erfahrungsbericht – Mein wütendes Stillbaby

Bonjour à tous!

Im Geburtsvorbereitungskurs habe ich gesagt:“ Ich will 12 Monate stillen!“ Böhnchen ist jetzt 16 Monate alt und stillt immer noch.
Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hatte gedacht wir beide wären längst fertig mit dem Thema.
Im Moment sehe ich noch keine Notwendigkeit das Stillen zu beenden. Wir stillen nur noch Nachts und selbst da scheint sich jetzt was zu tun.

ACHTUNG: TRIGGER -WARNUNG 
Lest nicht weiter wenn ihr das Thema Spucken (bei Babys) nicht ab könnt. Ich selber leide und Angst vorm Erbrechen, daher möchte ich euch vorwarnen. Böhnchen war von Anfang an ein Spuckbaby – da gehe ich ein wenig ist Detail.. Ihr seid gewarnt worden. 😉 

Aber fangen wir einmal vom Anfang an.

Böhnchen war von Beginn an ein wütendes Stillbaby. Die Momente bei denen sie an der Brust tatsächlich mal entspannt gestillt hat, oder gar eingeschlafen ist, kann ich an einer Hand abzählen.
Ich war oft völlig frustriert. Außerdem stillte lange Zeit mehrfach pro Stunde, auch nachts.
Später konnten wir dass dann auf alle 2 Stunden Tag und Nacht strecken.
So ging das eine lange Zeit.

Was hab ich nicht alles probiert:

Flasche, Schnuller, Tee, singen, schunkeln. Nichts half. Böhnchen fuchtelte wie wild, motzte und sah aus als würde sie die Brust „zerkauen“.

Ich hatte mehr als genug Milch, und ein Problem mit dem Andocken hatte sie auch nie.

Was war also los?

Zuerst einmal war Böhnchen ein Spuckbaby.
Oh und wie sie alles voll gespuckt hat. Nach jedem Stillen. Tags wie Nachts. Ohne Spucktuch bin ich nirgendwo hingegangen. Einmal hat sie es geschafft sich von oben bis unten voll zu spucken. Das war wie eine Fontäne.

Meine Hebamme sagte immer:“ Speihkinder sind Gedeihkinder.!

Wenigstens erklärte ich mir dadurch das Dauerstillen. Wenn Böhnchen das Meiste wieder ausspieh, dann musste sie ja ständig Hunger haben.

Allerdings beruhigte sie sich auch gerne an der Brust. Und stillte dann unbeabsichtigt. Also kam der Schnulli zum Einsatz damit sie nicht ständig „überlief“.

Warum aber zappelte meine kleine Maus sich einen Ast ab, wenn sie stillen sollte?

Weil Böhnchen ein Selbermacher ist. Ich habe von Anfang an gesagt, dass Böhnchen verdammt ehrgeizig ist. Sie will SELBER!

Dass sie sich die Brust nicht nehmen konnte, war ja eigentlich klar.

Aber ich pfiff dann auf das Stillkissen, auch wenn es noch so bequem für mich war.
Einschlafen wollte sie beim stillen eh nie. Das war nur mal kurz essen und dann ging es weiter im Programm.

Ich legte mich zum stillen also hin um ihr den Freiraum zu geben, sich jederzeit wegzurollen /wegzudrehen.

Das half schon mal immens. Sie hielt dann tatsächlich still. Stillte und dockte ab wenn sie genug hatte. Nur um dann gleich weiter zu lernen und zu üben.

Dann wurde es Zeit Brei einzuführen, worauf ich mich sehr freute! Doch was geschah?
NEIN, kein Brei!
Denn auch der Brei kam in Fontänen wieder raus und belöffeln lassen war überhaupt nicht ihr Ding.
Ich ließ den Brei also Brei sein und stillte wieder voll. Sie war nur am Brei interessiert, wenn sie selber machen durfte. Da sie zu diesem Zeitpunkt aber dazu noch nicht in der Lage war, endet es immer mit absolutem Frustgebrüll.
(Wir haben es in mehreren Anläufen mit Brei probiert, aber es fruchtete nie)

Dann, wie jede Mutter, suchte ich händeringend nach einer Lösung als Böhnchen die 7 Monate geknackt hatte und immer noch kein Brei ass.

Ich probierte Baby Led Weaning (Fingerfood)

Hier gab es ein wenig mehr Interesse. Aber so wirklich viel ass die Kleine dann auch nicht. Aber ich war ein wenig beruhigt, dass es zumindest Interesse am Essen gab.

Ich stillte also weiterhin voll und probierte jeden Tag Fingerfood. Nach etwas mehr als einem Monat war es immer noch nicht weiter als an Tag 1.

Wenn ich zwischenzeitlich doch mal wieder einen Brei probierte, gab es Tage an denen sie den Mund aufmachte. Und dann wieder Tage wo nichts ging.

Ich war so frustriert, dass ich alles bleiben ließ und wieder voll stillte. Ganz nach dem Motto, Böhnchen wird schon wissen was sie tut.

Und siehe da. Eines Tages mit 10 Monaten fing sie an Brei und Fingerfood selber zu essen. Mit den Fingern. Denn der Pinzettengriff war voll ausgereift.

Mir fiel wieder ein, dass Böhnchen ein Selbermacher ist. Und so konnte sie schon mit nicht mal 12 Monaten selber löffeln. Mit 13 Monaten klappte dann auch die Gabel. Jetzt will sie nur noch mit dem großen Besteck der Eltern essen. Und auch das klappt. (Unter Aufsicht natürlich und ohne Messer)

Ähnlich war sie mit dem Laufen – Immer schneller, immer weiter und vor allem alles selber machen.
Mit 10 Monaten machte sie die ersten Schritte und vor ihrem Geburtstag war sie schon ein echter Pro.

Ich fürchte ähnlich wird es jetzt mit dem Töpfchen losgehen. Sie macht mit 16 Monaten schon anstalten auch hier wieder selber zu wollen.
(Muss sie von Mama haben,.. ich war auch so ein hektischer Durchstarter.)

Im Grunde heißt es Ruhe bewahren, dass Baby machen lassen. Und immer daran denken, dass kein Kind am gedeckten Tisch verhungert.
Die Kleinen wissen schon genau was sie wollen.

Und ja, ich beneide oft die Mamis, die ganz entspannt 20 min stillen können. Dabei vielleicht lesen. Hier war es eher:“ Zwei Minuten stillen, ziehen, motzen und dann weiter spielen.“

Aber man nimmt was man kriegt. Vielleicht wird unser zweites Baby ja anders. Wenn es denn nochmal trotz Endometriose klappen sollte. 🙂

 



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